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TU Berlin

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Vor der Bebauung

Preußisches Ur-Messtischblatt von 1831
Lupe
  • Bis zur Parzellierung des Fichtenberges für die Bebauung im Jahre 1873 gehörte das Grundstück des Instituts für Ökologie mehr als 70 Jahre zum Gut Steglitz. Bis etwa 1770 existierten hier Wiesen und Weideland; später ein Obstgarten und der parkartig zur Anhöhe des Fichtenberges erweiterte Teil des Gutsgartens. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Bäume im Garten.

Villenzeit

Landhaus Henoch, nach 1873
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  • 1873 ließ der Bankier Henoch auf dem Grundstück ein klassizistisches Landhaus und ein Wirtschaftsgebäude im Fachwerkstil bauen, dessen Garten im Sinne des Lenné-Schülers Gustav Meyer (1816-1877) im Stil des Historismus gestaltet wurde. Ein Rundweg erschloss die parkartige Landschaft; kleinere Wege führten in verstecktere Ecken des Gartens. Die ursprüngliche Gestaltung ist noch heute in der Gesamtanlage erkennbar.
Villa Henoch, nach 1909
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  • Das Landhaus wurde 1909 durch eine herrschaftliche Villa mit den heutigen Ausmaßen ersetzt. Der Entwurf hierfür stammte von Paul Baumgarten (1873-1946).
  • 1922 ging das Anwesen in den Besitz des Generaldirektors der Deutschen Erdöl-AG, Dr. Middendorf über. Die Witwe verkaufte das Haus 1933 an die Nationalsozialisten.
  • Während des Dritten Reichs wurde das Gelände durch die SS genutzt. In dieser Zeit entstanden ein Garagenhaus, ein Bunker und ein heute nicht mehr vorhandener Kantinentrakt.
  • Nach 1945 war das Grundstück in amerikanischer Nutzung und ging zu Beginn der 1950er Jahre an das Land Berlin, das es seinerseits der TU Berlin übergab. Damit begann die Geschichte des Instituts für Ökologie am Standort Rothenburgstraße.

Standort des ersten Ökologie-Instituts in Deutschland

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  • Das Institut für Angewandte Botanik bildete 1973 zusammen mit den Instituten für Bodenkunde und Zierpflanzenbau das erste Institut für Ökologie in Deutschland. Aus der „Angewandten Botanik“ wurde später das von R. Bornkamm geleitete Fachgebiet Botanik. Hinzu kamen 1974 das von H. Sukopp geleitete Fachgebiet Ökosystemforschung und Vegetationskunde und 1975 das von M. Horbert geführte Fachgebiet Bioklimatologie.
  • 1997 wurden die Fachgebiete Botanik und Ökosystemforschung/Vegetationskunde zum Fachgebiet Ökosystemkunde, insbes. Pflanzenökologie zusammengefasst. Es wird seit 1999 von I. Kowarik geleitet. Seit 2000 leitet D. Scherer das Fachgebiet Klimatologie. 2018 kam das Fachgebiet Planungsbezogene Tierökologie unter Leitung von S. Kramer-Schadt hinzu.
  • Der Standort Rothenburgstraße ist mit drei Fachgebieten und dem Lehr- und Forschungsgarten neben dem BH-Gebäude am Ernst-Reuter-Platz der zweite Kernstandort des Instituts für Ökologie.

Einzug TU Berlin

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  • Im Dezember 1955 bezog das Institut für Angewandte Botanik der Landbau-Fakultät unter Leitung von U. Berger-Landefeldt das Gelände. Das im Krieg schwer beschädigte Mansardendach der Villa wurde durch ein Steildach ersetzt. Die Terrasse wurde zum Seminarraum umgebaut. Weiterhin wurde das Gebäude mit einem Hörsaal und mehreren Laborräumen ausgestattet. Auf dem Außengelände entstand ein Gewächshaus. Im Originalzustand erhalten blieb das Foyer mit seinem repräsentativen Treppenaufgang.
Gartenplan von 1956
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  • Mit dem Einzug der TU Berlin war von dem ursprünglichen Garten nach den Worten des damaligen Fachgebietsleiter Prof. Berger-Landefeldt „nichts als eine Wüste“ übrig. Der Leiter des TU-Instituts für Gartenkunst, Prof. Allinger, wurde mit der Umgestaltung beauftragt. Dieser ließ den besten Entwurf eines studentischen Entwurfsseminars realisieren, und zwar die Anlage eines pflanzensoziologischen Lehrgartens unter Berücksichtigung von Elementen der für das 19. Jh. typischen Gartenanlage. Der Entwurf hatte das Ziel, verschiedene Vegetationstypen auf engstem Raum anzulegen. Dazu gehörten ein mitteleuropäischer Buchenwald, ein submediterraner Bereich mit Perückenstrauch, Mannaesche und Hopfenbuche und ein zweiteiliges Alpinum.

Naturgarten für Forschung und Lehre

Wiese mit blühendem Wiesen-Salbei
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  • Mit Beginn der stadtökologischen Forschung unter den Professoren Bornkamm und Sukopp wurde der Garten ab 1973 zu einem einzigartigen Naturgarten für die ökologische Forschung und Lehre weiterentwickelt. Dabei wurden Elemente des pflanzensoziologischen Lehrgartens aufgegriffen. Die Rasenflächen wurden z. B. in Wiesen umgewandelt; vermehrt wurden einheimische sowie seltene und gefährdete Arten in den Garten eingebracht.
  • Aufgrund seiner besonderen Gestaltqualität als Lehr- und Forschungsgarten wurde die Anlage 1998 als Gartendenkmal ausgewiesen.

Zusatzinformationen / Extras

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